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Ich habe sieben Sprachlern-Apps getestet. Hier ist die ehrliche Wahrheit.

Ich bin voreingenommen — ich habe ConjuExpert selbst gebaut. Aber genau deshalb habe ich alle anderen Apps wirklich benutzt, bevor ich entschieden habe, eine eigene zu bauen. Hier ist, was ich gefunden habe.

J Janine, Gründerin 12. Juni 2026 8 min
Smartphone mit Sprachlern-Apps auf einem Schreibtisch

Sieben Apps, eine Frage: Welche hilft wirklich?

Das Wichtigste in Kürze

  • Kein Allround-Sieger: Jede App hat ihre Stärke — entscheidend ist, welche zu deinem konkreten Ziel passt.
  • Duolingo für den Einstieg, dann weiterdenken: Ab B1 braucht man ein gezieltes Grammatik-Trainingswerkzeug.
  • Konjugationen gezielt trainieren: Kein existierendes Tool war dafür gebaut — deshalb entstand ConjuExpert.

Duolingo — der Platzhirsch

Für wen es gut ist: Alle, die bei Null anfangen und eine Gewohnheit aufbauen wollen

Duolingo ist großartig — bis zu einem Punkt. Die App schafft es wie keine andere, täglich dranzubleiben. Das Streak-System, die kurzen Einheiten, das Belohnungsgefühl: funktioniert.

Das Problem kommt bei B1. Ab da versteckt Duolingo Grammatik hinter kleinen Glühbirnen-Icons, die kaum jemand anklickt. Konjugationen tauchen in Sätzen auf — man erkennt sie, aber man produziert sie nicht wirklich. Wer hablo tippt, weiß nicht unbedingt warum — und beim nächsten Mal macht er vielleicht habla.

Mein ehrliches Fazit: Für die ersten drei Monate ideal. Danach braucht man etwas anderes.

Babbel — der Solide

Für wen es gut ist: Erwachsene, die strukturiert und ohne Spielerei lernen wollen

Babbel hat bessere Grammatikerklärungen als Duolingo — kurze, klare Einheiten, kein Gamification-Overload. Ich mag den Ton: erwachsen, respektvoll, ohne bunte Eulen.

Aber: Auch Babbel trainiert Konjugation nicht isoliert. Man begegnet Verbformen im Kontext von Lektionen, nicht gezielt. Wer Präteritum vs. Imperfecto auf B2-Niveau unterscheiden will — Babbel kommt da nicht hin.

Mein ehrliches Fazit: Besser als Duolingo für Erwachsene. Aber kein Werkzeug für gezieltes Grammatiktraining.

Busuu — der Unterschätzte

Für wen es gut ist: Wer Feedback von Muttersprachlern will

Busuu hat eine Funktion, die ich wirklich schätze: Man schreibt Sätze, und echte Muttersprachler korrigieren sie. Das ist wertvoll — besonders für Schreiben und Ausdrucksweise.

Für reines Konjugationstraining ist Busuu aber nicht gebaut. Die Lerneinheiten sind thematisch, nicht grammatisch strukturiert. Und die Community-Funktion braucht Ausdauer — Rückmeldungen kommen nicht immer schnell.

Mein ehrliches Fazit: Für kommunikatives Lernen eine echte Empfehlung. Für Verbformen: falsches Werkzeug.

Reverso — die Nachschlagetabelle

Für wen es gut ist: Wer mitten beim Schreiben eine Form sucht

Reverso ist kein Lern-Tool — es ist ein Nachschlagewerk. Ich benutze es selbst noch, wenn ich bei einer seltenen Form unsicher bin. Aber man lernt durch Reverso nichts. Man schaut nach, schließt den Tab, und beim nächsten Mal schaut man wieder nach.

Mein ehrliches Fazit: Unverzichtbar als Referenz. Nutzlos als Training.

„Nachschlagen" und „können" sind zwei völlig verschiedene Dinge.

Conjuguemos — der Klassenzimmer-Veteran

Für wen es gut ist: Schüler, die von einem Lehrer geführt werden

Conjuguemos macht genau das, was ich wollte — Verbformen drilllen. Die Drill-Mechanik ist solide. Das Problem: Die ganze App ist für Schulklassen gebaut. Es gibt Multiplayer-Modi, die einen Lehrer brauchen. Es gibt keine Erklärungen wenn man falsch liegt. Und es wirkt, ehrlich gesagt, wie eine Webseite aus 2009 — was es auch ist.

Als erwachsene Selbstlernerin fühle ich mich dort fehl am Platz.

Mein ehrliches Fazit: Richtige Idee, falsche Zielgruppe.

Pimsleur — das Ohr

Für wen es gut ist: Wer hauptsächlich sprechen und verstehen will, nicht schreiben

Pimsleur setzt voll auf Audio — kein Tippen, kein Lesen, nur hören und nachsprechen. Das hat seine Berechtigung, besonders für das Gehör und die Aussprache.

Für Konjugationstraining ist es das falsche Format. Man wiederholt Phrasen, aber man baut kein systematisches Verständnis der Verbformen auf. Und es ist teuer.

Mein ehrliches Fazit: Gut fürs Ohr. Nicht für die Grammatik.

ConjuExpert — warum ich es gebaut habe

Ich weiß, was ihr denkt: natürlich lobt sie ihre eigene App.

Aber ich habe ConjuExpert gebaut, weil alle anderen für mein konkretes Problem keine Lösung hatten. Ich wollte gezielt Verbformen trainieren — in beiden Richtungen, auf meinem Level, adaptiv. Das war die Lücke.

Was ConjuExpert anders macht:

  • Adaptives Training: Die App merkt, welche Formen ich falsch mache — und zeigt genau die öfter. Nicht zufällig.
  • Isoliertes Zeitformen-Training: Ich kann gezielt nur Pretérito üben, oder nur Subjuntivo, oder nur trennbare Verben auf Deutsch.
  • Beide Richtungen: Deutsch → Spanisch und Spanisch → Deutsch.
  • Verschiedene Level: Basti als Anfänger, ich als jemand auf B1-B2 — in derselben App.
  • Audio: Formen hören, nicht nur tippen.

Es ist kein Allround-Tool. Es ist ein Trainingswerkzeug. Für genau das eine.

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Der ehrliche Vergleich

App Stärke Schwäche Für wen
Duolingo Gewohnheitsbildung, Einstieg B1+ strukturelles Versagen Anfänger
Babbel Erwachsene Struktur, Grammatikerklärungen Kein gezieltes Konjugationstraining A1–B1
Busuu Muttersprachler-Feedback Kein Grammatik-Drill Kommunikatives Lernen
Reverso Vollständige Referenztabellen Kein Training, nur Nachschlagen Beim Schreiben/Übersetzen
Conjuguemos Solide Drill-Mechanik Für Schulklassen gebaut, veraltet Schüler mit Lehrer
Pimsleur Aussprache, Hörverstehen Kein systematischer Grammatikaufbau Sprechen lernen
ConjuExpert Adaptives Konjugationstraining, alle Zeitformen Kein Allround-Sprachkurs B1–B2, gezieltes Training

Meine ehrliche Empfehlung

Du fängst gerade an: Duolingo für die ersten 3 Monate. Es baut die Gewohnheit auf wie nichts anderes.

Du bist bei A2–B1 und hängst: Babbel für Struktur + ConjuExpert für die Verbformen, die nicht sitzen wollen.

Du willst Konjugation wirklich beherrschen: ConjuExpert. Dafür ist es gebaut.

Du willst mit echten Menschen üben: Busuu als Ergänzung.

Keine App macht alles. Die Frage ist, welche das macht, was du gerade brauchst.

J
Janine

Gründerin von ConjuExpert. Hat sieben Apps getestet — und dann die achte gebaut.

Häufige Fragen

Welche Sprachlern-App ist die beste?
Es kommt auf dein Ziel an. Für den Einstieg ist Duolingo kaum zu schlagen. Für gezieltes Konjugationstraining ab B1 ist ConjuExpert das richtige Werkzeug. Für kommunikatives Lernen und Muttersprachler-Feedback ergänzt Busuu gut.
Ist Duolingo gut für Fortgeschrittene?
Für Anfänger bis A2 ist Duolingo hervorragend. Ab B1 fehlt die Tiefe für systematisches Grammatiktraining — man begegnet Formen, ohne sie wirklich zu produzieren. Dann braucht man ein ergänzendes Tool.
Was unterscheidet ConjuExpert von anderen Apps?
ConjuExpert ist kein Allround-Sprachkurs, sondern ein Trainingstool speziell für Verbkonjugation. Das adaptive System merkt, welche Formen nicht sitzen, und wiederholt genau diese. Man kann gezielt einzelne Zeitformen üben — das bietet keine andere App in dieser Form.