Blog Die wichtigsten unregelmäßigen französischen Verben: être, avoir, aller, faire

Die wichtigsten unregelmäßigen französischen Verben: être, avoir, aller, faire

J Janine Kreiser, Gründerin ConjuExpert 23. Juli 2026 14 min FR

Das Wichtigste in Kürze

être (sein), avoir (haben), aller (gehen) und faire (machen/tun) sind die vier wichtigsten unregelmäßigen Verben des Französischen — sie sind Hilfsverben, kommen im Alltag ständig vor und bauen Zeitformen wie das futur proche. Lern ihre Präsensformen auswendig, präge dir die idiomatischen Wendungen ein (avoir faim, faire du sport, aller bien), und du hast das Fundament für fast jeden französischen Satz gelegt.

Vier Verben. Wenn du nur diese vier sicher beherrschst, kommst du im Französischen erstaunlich weit — weiter als mit den ersten dreihundert Vokabeln, die du dir mühsam draufgeschafft hast. Das klingt nach einer kühnen Behauptung, und trotzdem stimmt es: Sprachstatistiken aus großen Korpora zeigen seit Jahren denselben Befund, nämlich dass eine winzige Handvoll Verben den Löwenanteil der gesprochenen Sprache trägt. être, avoir, aller und faire stehen ganz oben auf dieser Liste. Sie sind gleichzeitig die unregelmäßigsten Brocken, die das Französische zu bieten hat — was ein bisschen gemein ist, weil ausgerechnet die wichtigsten Wörter sich am wenigsten an Regeln halten. Aber genau darin liegt die gute Nachricht. Du musst hier nichts ableiten und nichts kombinieren. Du lernst vier kurze Tabellen, und danach trägt dich dieses Fundament durch fast jedes Gespräch, jede Vergangenheit und jede Zukunft, die du auf Französisch bauen willst. Dieser Artikel zeigt dir die vier Verben vollständig im Präsens, erklärt, warum gerade sie so eine Sonderrolle spielen, und nimmt dir die typischen Stolperfallen ab, bevor du hineintappst.

Warum ausgerechnet diese vier?

Es gibt im Französischen Dutzende unregelmäßiger Verben, und trotzdem heben wir genau diese vier heraus. Das ist keine willkürliche Auswahl, sondern folgt drei Gründen, die zusammen ein ziemlich starkes Argument ergeben. Erstens sind zwei davon — être und avoir — die Hilfsverben des Französischen. Ohne sie kannst du keine zusammengesetzte Vergangenheit bilden. Das passé composé, die mit Abstand häufigste Vergangenheitsform im gesprochenen Französisch, braucht in jedem einzelnen Satz entweder avoir oder être als Motor: j'ai mangé (ich habe gegessen), je suis allé (ich bin gegangen). Wer diese beiden nicht im Schlaf beherrscht, scheitert nicht an einem Verb, sondern an einer ganzen Zeitform. Zweitens stehen alle vier ganz oben in der Alltagsfrequenz. Du brauchst être, um zu sagen, wer oder wie du bist; avoir, um zu sagen, was du hast oder wie alt du bist; aller, um zu sagen, wohin du gehst und wie es dir geht; und faire, um über Tätigkeiten, Wetter und tausend Kleinigkeiten zu sprechen. Diese vier tauchen in einem normalen Gespräch öfter auf als die meisten Substantive. Drittens — und das wird oft übersehen — baut aller die einfachste Zukunftsform des Französischen, das futur proche. Du nimmst die Präsensform von aller und hängst einen Infinitiv dran: je vais manger (ich werde essen / ich gehe essen). Damit kannst du über Zukünftiges reden, lange bevor du das futur simple gelernt hast. Drei Funktionen, vier Verben — und plötzlich ergibt die Auswahl Sinn. Stell dir Camille vor, eine Lernerin, die abends nach der Arbeit Französisch übt: Sobald diese vier Verben bei ihr saßen, fühlten sich ihre Sätze zum ersten Mal an wie echtes Französisch und nicht mehr wie zusammengesteckte Vokabeln.

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être — sein

Fangen wir mit dem Verb an, das es am wildesten treibt. être heißt sein, und seine Formen haben mit dem Infinitiv optisch fast nichts mehr zu tun — ein klares Zeichen für ein hochfrequentes, uraltes Verb. Du musst hier auswendig lernen, ableiten geht nicht. Die gute Nachricht: Es sind nur sechs Formen, und sie begegnen dir so oft, dass sie schneller sitzen, als du denkst.

PersonFormBeispiel
jesuisJe suis étudiant. (Ich bin Student.)
tuesTu es prêt ? (Bist du bereit?)
il/elle/onestElle est française. (Sie ist Französin.)
noussommesNous sommes en retard. (Wir sind zu spät.)
vousêtesVous êtes sûr ? (Sind Sie sicher?)
ils/ellessontIls sont à Paris. (Sie sind in Paris.)

Wenn du dir die Formen einmal laut vorsagst, fällt dir ein angenehmer Klang-Trick auf: suis, es, est klingen alle weich und kurz, während sommes, êtes, sont länger und voller sind — die Pluralformen tragen quasi mehr Gewicht. Achte besonders auf vous êtes: Hier verschmelzen die beiden Wörter in der Aussprache zu einem einzigen Klang (die berühmte Liaison, gesprochen etwa wu-sett), und genau das macht es zu einer der schönsten kleinen Hürden für deutsche Ohren. être ist außerdem das Verb, das du brauchst, um zu sagen, wie es dir geht, woher du kommst und was dein Beruf ist — also die Klassiker jeder ersten Unterhaltung. Und es ist eines der beiden Hilfsverben: Eine bestimmte Gruppe von Bewegungs- und Zustandsverben bildet ihr passé composé mit être statt mit avoir, etwa je suis allé oder elle est partie. Wer être sicher konjugiert, hat damit schon den halben Weg zur französischen Vergangenheit hinter sich.

MERKE: Im Französischen sagst du nicht „ich bin 30 Jahre alt“ mit être. Alter drückst du mit avoir aus — dazu gleich mehr. être ist fürs Sein, nicht fürs Haben von Jahren.

avoir — haben

avoir heißt haben, und es ist das zweite Hilfsverb — das mit Abstand häufiger gebrauchte von beiden, denn die große Mehrheit aller Verben bildet ihr passé composé mit avoir. Auch hier gilt: auswendig lernen, nicht ableiten. Die Formen wirken auf den ersten Blick chaotisch, aber sie haben ein verstecktes Muster, das ich dir gleich zeige.

PersonFormBeispiel
je / j'aiJ'ai une question. (Ich habe eine Frage.)
tuasTu as raison. (Du hast recht.)
il/elle/onaIl a deux chats. (Er hat zwei Katzen.)
nousavonsNous avons le temps. (Wir haben Zeit.)
vousavezVous avez faim ? (Haben Sie Hunger?)
ils/ellesontElles ont raison. (Sie haben recht.)

Der Stolperstein bei avoir ist fast nie das Verb selbst, sondern eine Verwechslung in der Bedeutung. Das Französische benutzt avoir nämlich für eine ganze Reihe von körperlichen Zuständen und Empfindungen, wo das Deutsche sein sagt. Du hast Hunger (avoir faim), du hast Durst (avoir soif), du hast Angst (avoir peur), und du hast Jahre, statt alt zu sein: j'ai trente ans heißt wörtlich „ich habe dreißig Jahre“. Das ist keine Ausnahme, sondern ein durchgängiges System — und sobald du es einmal als Muster begriffen hast, hört das Rätselraten auf. Stell es dir bildlich vor: Im Französischen ist Hunger etwas, das du wie einen Gegenstand bei dir trägst, nicht ein Zustand, der du gerade bist. Diese kleine Verschiebung in der Logik ist einer der charmantesten Unterschiede zwischen beiden Sprachen. Beachte auch die Aussprache von ils ont gegenüber ils sont: Ohne Liaison-Gefühl klingen sie für Anfänger fast gleich, aber ont (haben) und sont (sind) bedeuten etwas völlig anderes — ein Punkt, an dem viele Lernende anfangs stolpern.

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aller — gehen (und die Zukunft bauen)

aller heißt gehen, und es ist das Verb mit der größten optischen Überraschung: Der Infinitiv beginnt mit all-, aber die meisten Präsensformen fangen mit v- an. Das liegt daran, dass aller historisch aus mehreren verschiedenen lateinischen Verben zusammengewachsen ist — daher der scheinbare Bruch. Lass dich davon nicht abschrecken, es sind wieder nur sechs Formen.

PersonFormBeispiel
jevaisJe vais à Paris. (Ich gehe/fahre nach Paris.)
tuvasTu vas où ? (Wohin gehst du?)
il/elle/onvaOn va au cinéma. (Wir gehen ins Kino.)
nousallonsNous allons ensemble. (Wir gehen zusammen.)
vousallezVous allez bien ? (Geht es Ihnen gut?)
ils/ellesvontIls vont au marché. (Sie gehen zum Markt.)

Merk dir den Bruch als Bild: Im Singular und in der dritten Person Plural „fährt“ aller mit v (vais, vas, va, vont) — wie ein kleiner Wagen, der losrollt. Nur nous und vous bleiben beim all- des Infinitivs (allons, allez). Diese eine Beobachtung räumt den größten Teil der Verwirrung weg. aller hat aber noch zwei weitere Talente, die es unverzichtbar machen. Zum einen fragst du damit nach dem Befinden: Comment vas-tu ? oder lockerer Ça va ? — wörtlich „Wie gehst du?“, gemeint „Wie geht's?“. Die Antwort je vais bien heißt „mir geht es gut“. Zum anderen — und das ist der eigentliche Grund, warum aller in jedem Anfängerkurs so früh kommt — baust du mit ihm die nahe Zukunft, das futur proche. Du nimmst einfach die Präsensform von aller und hängst einen Infinitiv an:

Je vais manger. — Ich werde (gleich) essen.

Nous allons partir. — Wir werden (bald) losfahren.

Elle va étudier. — Sie wird lernen.

Das ist genial einfach: Sobald du aller im Präsens kannst, kannst du fast mühelos über die Zukunft sprechen, ohne eine einzige neue Endung zu lernen. Genau diesen Trick nutzen Muttersprachler im Alltag ständig — das ausgefeiltere futur simple kommt erst später dran. Wenn du den Unterschied zwischen beiden Zukunftsformen sauber trennen willst, lohnt sich der Vergleich von futur simple und futur proche als nächster Schritt.

faire — machen, tun (und das halbe Wetter)

Das vierte Verb ist faire, machen oder tun. Es ist ein echtes Universalwerkzeug: Im Französischen erledigst du mit faire Tätigkeiten, Sport, Hausarbeit und sogar Wettergespräche. Die Konjugation hat zwei Formen, die fast jeder Anfänger zunächst falsch ausspricht — pass also gut auf.

PersonFormBeispiel
jefaisJe fais mes devoirs. (Ich mache meine Hausaufgaben.)
tufaisTu fais du café ? (Machst du Kaffee?)
il/elle/onfaitIl fait beau. (Es ist schönes Wetter.)
nousfaisonsNous faisons une pause. (Wir machen eine Pause.)
vousfaitesVous faites quoi ? (Was macht ihr?)
ils/ellesfontElles font du sport. (Sie treiben Sport.)

Die beiden Aussprache-Fallen sind nous faisons und vous faites. Das ai in faisons wird nicht wie sonst gesprochen, sondern wie ein dumpfes „ö“ (etwa fö-song) — eine echte Ausnahme, die du dir gezielt merken musst. Und vous faites endet auf -tes, nicht auf das erwartbare -ez — eine der ganz wenigen Formen im Französischen, die aus dem Endungsmuster ausbrechen. être, faire und dire teilen sich diese seltene vous-Endung; wenn du diese drei kennst, kennst du praktisch alle Ausreißer. faire glänzt vor allem in Wendungen. Du sagst faire du sport (Sport treiben), faire la cuisine (kochen), faire les courses (einkaufen) und faire attention (aufpassen). Und beim Wetter ist faire praktisch alternativlos: il fait beau (es ist schön), il fait froid (es ist kalt), il fait chaud (es ist heiß). Wo das Deutsche „es ist“ sagt, sagt das Französische beim Wetter „es macht“ — wieder eine dieser kleinen Logik-Verschiebungen, die das Lernen erst seltsam und dann faszinierend machen.

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Idiomatische Wendungen: wo die vier Verben richtig glänzen

Die Tabellen sind das Gerüst, aber die idiomatischen Wendungen sind das, was dein Französisch lebendig macht. Hier wirken die vier Verben oft anders, als ein deutsches Ohr erwartet — und genau diese Wendungen sind es, an denen man Muttersprachler von Lernenden unterscheidet. Mit avoir drückst du Zustände aus, die im Deutschen mit sein laufen: avoir faim (Hunger haben), avoir soif (Durst haben), avoir froid (frieren, wörtlich „Kälte haben“), avoir raison (recht haben) und avoir besoin de (brauchen). Mit faire baust du Aktivitäten und Wetter: faire du sport, faire la cuisine, il fait beau. Mit aller fragst und antwortest du zum Befinden: aller bien (es geht gut), aller mal (es geht schlecht). Und être bildet feste Verbindungen wie être en train de (gerade dabei sein, etwas zu tun) — je suis en train de manger heißt „ich bin gerade beim Essen“. Diese Wendungen lernst du am besten nicht als Vokabel-Einzelteile, sondern als ganze Blöcke, so wie du im Deutschen „recht haben“ auch nie in seine Bestandteile zerlegst. Spiel sie an einem Mini-Tag durch: J'ai faim, alors je vais faire la cuisine. Il fait froid dehors, mais ça va. — „Ich habe Hunger, also werde ich kochen. Draußen ist es kalt, aber mir geht's gut.“ In diesem einen kleinen Absatz stecken alle vier Verben, jedes in einer typischen Wendung. Wenn du solche Sätze ein paar Mal laut sprichst, verankerst du gleich mehrere Formen auf einmal — viel wirksamer, als sechs Tabellenzeilen isoliert abzufragen.

TIPP: Schreib dir drei kurze Sätze über deinen eigenen Tag, in denen jeweils avoir, aller und faire vorkommen. Eigene Sätze bleiben besser hängen als fremde Beispiele — das ist der Kern davon, das zu üben, was dich wirklich betrifft.

Die häufigsten Fehler — und wie du sie vermeidest

Wenn deutsche Lernende mit diesen vier Verben stolpern, dann fast immer an denselben Stellen. Ich habe recherchiert, dass viele dieser Fehler nicht aus Unwissen entstehen, sondern aus der Übertragung deutscher Muster aufs Französische — und genau das lässt sich gezielt abtrainieren. Der Klassiker ist die Verwechslung von être und avoir bei Zuständen: Wer „ich bin hungrig“ denkt, sagt schnell fälschlich je suis faim statt korrekt j'ai faim. Merke: Empfindungen wie Hunger, Durst, Angst und Alter laufen im Französischen über avoir, nicht über être. Der zweite Dauerbrenner ist das Alter: Je suis trente ans ist falsch, richtig ist j'ai trente ans — du hast deine Jahre. Der dritte Fehler betrifft die Aussprache von faire: nous faisons wird mit dumpfem „ö“ gesprochen, nicht mit hellem „ä“ — und vous faites endet auf -tes, nicht auf -ez. Viertens verwechseln Lernende beim Hören gern ils ont (sie haben) und ils sont (sie sind), weil beide kurz und ähnlich klingen; achte auf das scharfe (stimmlose) S in sont — bei ils ont klingt die Liaison dagegen weich wie ein [z]: „il-z-ont“. Und fünftens wird das futur proche oft zu kompliziert gebaut: Es braucht wirklich nur aller im Präsens plus Infinitiv — je vais partir, fertig. Keine Endung am zweiten Verb, kein Hilfskonstrukt. Wer diese fünf Punkte im Kopf hat, umgeht die mit Abstand häufigsten Pannen. Und es lohnt sich, sie aktiv abzurufen statt nur durchzulesen: Untersuchungen zum Lernen zeigen, dass aktives Abrufen und über die Zeit verteiltes Üben deutlich besser wirken als wiederholtes Durchlesen (Dunlosky et al., 2013). Genau dafür ist Quizzen gemacht.

ACHTUNG: Der gefährlichste Fehler ist der, den du nicht bemerkst. Je suis faim klingt für ein deutsches Ohr völlig logisch — und ist trotzdem falsch. Schreib dir die vier avoir-Zustände (faim, soif, froid, peur) auf einen Zettel und prüf dich morgen früh selbst.

So baust du das Fundament dauerhaft ein

Vier Tabellen klingen nach wenig, und das sind sie auch — aber sie wollen verinnerlicht, nicht nur einmal gelesen sein. Der Unterschied zwischen „ich erkenne vous faites, wenn ich es sehe“ und „ich sage vous faites flüssig, ohne nachzudenken“ ist riesig, und er entscheidet darüber, ob dir die Formen im echten Gespräch zur Verfügung stehen. Der wirksamste Weg dahin ist kein Marathon, sondern ein Rhythmus: Nimm dir an mehreren Tagen hintereinander je fünf Minuten, ruf die Formen aktiv ab — also aus dem Kopf, nicht durch Anschauen — und lass dabei die idiomatischen Wendungen gleich mitlaufen. Camille aus dem Anfang hat genau das gemacht: jeden Abend ein paar Minuten, immer dieselben vier Verben, aber mit eigenen Sätzen über ihren Tag. Nach gut einer Woche kamen die Formen von allein, und das passé composé, vor dem sie sich gefürchtet hatte, fühlte sich plötzlich machbar an — denn das Fundament stand. Wenn du dieses Fundament breiter machen willst, schau dir als Nächstes an, wie die regelmäßigen französischen Verbgruppen funktionieren, oder steig eine Ebene höher in den großen Überblick über das französische Konjugieren. Wer ganz grundsätzlich verstehen will, wie Verben konjugieren lernen am besten gelingt, findet dort den methodischen Rahmen, der für alle fünf Sprachen gilt. Die einzelnen Konjugationen kannst du jederzeit vollständig nachschlagen: être, avoir, aller und faire.

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Takeaway

Vier Verben, vier kurze Tabellen — und ein Fundament, das dich durch fast jeden französischen Satz trägt. être und avoir bauen deine Vergangenheit, aller baut deine nahe Zukunft, und faire trägt deinen Alltag von der Hausarbeit bis zum Wetter. Wenn du nur eine Sache aus diesem Artikel mitnimmst, dann diese: Lern diese vier zuerst und gründlich, bevor du dich an irgendetwas anderes wagst. Welches der vier sitzt bei dir schon im Schlaf — und welches überrascht dich noch jedes Mal?

Häufige Fragen

Warum sind être, avoir, aller und faire so wichtig?

Sie sind die häufigsten Verben des Französischen. être und avoir sind außerdem die Hilfsverben fürs passé composé, und aller baut die nahe Zukunft (futur proche). Mit diesen vieren deckst du einen Großteil der Alltagssprache ab.

Wie bildet man das futur proche mit aller?

Du nimmst die Präsensform von aller und hängst einen Infinitiv an: je vais manger (ich werde essen), nous allons partir (wir werden losfahren). Das zweite Verb bekommt keine Endung — fertig.

Warum heißt es j'ai faim und nicht je suis faim?

Das Französische drückt körperliche Zustände wie Hunger, Durst, Angst und Alter mit avoir (haben) aus, nicht mit être (sein). Wörtlich „hast“ du Hunger: j'ai faim. Das gilt auch fürs Alter: j'ai trente ans.

Quellen

  1. Dunlosky, J., Rawson, K. A., Marsh, E. J., Nathan, M. J. & Willingham, D. T. (2013): Improving Students' Learning With Effective Learning Techniques. Psychological Science in the Public Interest, 14(1), 4–58. doi.org/10.1177/1529100612453266
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Janine Kreiser

Gründerin von ConjuExpert. Macht Sprachgrammatik sichtbar – mit Mustern statt Chaos.